Gentechnik

Gentechnische Veränderungen in der Landwirtschaft werden von über drei Vierteln der Bevölkerung abgelehnt. Und das aus gutem Grund: Einmal in die Umwelt eingebracht sind gentechnisch veränderte Organismen kaum mehr rückholbar und können sich unkontrolliert verbreiten. Die Risiken der Agrogentechnik sind also nicht kontrollierbar. Außerdem sind Spätfolgen für Umwelt und Verbraucher nach wie vor weitgehend ungeklärt. Beispielsweise können sich gentechnisch veränderte Pflanzen so mit wilden Artverwanden kreuzen, dass Superunkräuter entstehen, die mit Herbiziden kaum mehr zu bekämpfen sind. Gentechnik in der Landwirtschaft führt auch zu höherem Pestizideinsatz und geringerer Artenvielfalt. Zudem hat sich das Heilsversprechen, dass Agrogentechnik den Hunger auf der Welt beseitigt, bis jetzt nicht bewahrheitet.

Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Landwirtinnen und Landwirte die Möglichkeit haben, sich gegen Gentechnik zu entscheiden. Beispielsweise ist Hessen unter GRÜNER Regierungsbeteiligung im Mai 2014 dem „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ beigetreten. Und damit weniger aus Übersee importiertes Genfutter in den Trögen hessischer Tiere landet, setzen wir die „Hessische Eiweißinitiative“ um. Dabei geht es besonders darum, in Hessen verstärkt heimische, gentechnikfreie Eiweißfuttermittel wie Ackerbohnen anzubauen.