Mrz 10

“Das von der SPD geforderte 1000 Dächer-Programm für Solaranlagen ist ein reines Wahlkampfmanöver,” sagt Martina Feldmayer, umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Römer. “In den vergangen fünf Jahren war von der Frankfurter SPD zum Thema alternative Energien nichts Kompetentes zu hören. Zwanzig Tage vor der Wahl versucht sich die SPD nun als Macher in Sachen Solaranlagen darzustellen. Angesichts der 60.000 Quadratmeter Photovoltaik, die im Jahr 2010 in Frankfurt installiert wurden, sind die geforderten 10.000 Quadratmeter der SPD schnell als reine Symbolforderung entlarvt. Legt man die Entwicklung von 2010 zugrunde, wäre die März erhobene Forderung der SPD für 2011 bereits im Februar ereicht”, stellt Feldmayer fest.

Zum Verdopplung der Kapazitäten in nur einem Jahr von 60.000 qm auf 120.000 qm tragen auch viele Bürgersolaranlagen bei. Zurzeit sind davon 32 Anlagen mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt auf Frankfurts Dächern installiert. Weitere sind in Planung, wie beispielsweise die Bürgersolaranlage des Solarvereins Frankfurt am Main und Umgebung e.V. auf der Carlo-Mierendorff-Schule mit einer Kapazität von 20 Kilowatt, die im März 2011 fertig gestellt werden soll.

Die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen Jahren die Installation von Solaranlagen vielfältig gefördert. Das Energiereferat, die kommunale Energieagentur im Frankfurter Umweltdezernat, bietet unter anderem für Hausbesitzer die Möglichkeit, ihre Dachflächen auf Solartauglichkeit zu prüfen und stellt umfangreiches Informationsmaterial zur Installation von Photovoltaikanlagen zur Verfügung. Ebenso stellt die Stadt Dachflächen für Bürgersolaranlagen zur Verfügung. Dieses Angebot wird seitens der Bürgersolarvereine Rege genutzt.

“In der Sache ist es begrüßenswert, dass die SPD versucht sich für Solaranlagen stark zu machen. Sie muss sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass ihre Forderungen lange hinter dem zurück bleiben, was in Frankfurt längst Realität ist”, so Feldmayer abschließend.

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