Jun 27

Die GRÜNEN im Landtag gratulieren den „BALi-Kinos“ in Kassel zum Gewinn des diesjährigen Preises für nachhaltiges Kino. „Die Betreiber der ‚BALi-Kinos‘ haben die unabhängige Jury mit ganz unterschiedlichen Ideen von ihrem nachhaltigen Kinoprogramm überzeugen können. Die Kinobetreiber fahren ein Elektroauto, stellen Taschen aus recycelten Filmbannern her, drucken ihre Kinoprogramme in der Region und führten gemeinsam mit der Universität Kassel eine Studie zum Energieverbrauch durch“, freut sich Martina Feldmayer, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Der von uns GRÜNEN initiierte und bundesweit einmalige Preis wird in Hessen bereits zum dritten Mal an Kinos verliehen, die sich durch nachhaltige Konzepte auszeichnen. Der Gewinner bekommt 5000 Euro für sein Projekt. Das Besondere an dem Preis ist, dass er soziale und ökologische Kriterien ebenso wie ökonomische Kriterien berücksichtigt“. Staatssekretär Patrick Burghardt verlieh den Preis am gestrigen Dienstag im Orfeos Erben in Frankfurt.

„Viele Kinobetreiber haben sich mit großartigen und vielfältigen Ideen beworben und fünf von ihnen wurden außerdem mit einer Anerkennungsurkunde für ihr Engagement für Nachhaltigkeit gewürdigt“, erklärt Feldmayer. „Die Hafenkinos in Offenbach zeigen beispielsweise vermehrt Filme, die sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung befassen. Das Frankfurter ‚Mal Seh’n‘-Kino wird mit Naturstrom betrieben und verkauft Bio-Snacks. Der studentische Filmkreis an der TU Darmstadt setzt auf Foodsharing und nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel sowie das Lastenrad, um zu Veranstaltungen zu kommen. Das ‚Filmtheater Friedrichsdorf‘ investiert hingegen in nachhaltige Kinotechnik und verzichtet darauf, ihre Werbung auf Papier zu drucken. Mit einem nachhaltigen Ausbildungskonzept überzeugt das ‚Capitol Kino‘ in Witzenhausen, das bereits 2016 den Preis für nachhaltiges Kino erhielt.“

„Das Thema Nachhaltigkeit ist für uns besonders wichtig, deshalb freut es uns GRÜNE, dass es auch im Bereich Kultur einen immer größeren Stellenwert bekommt. Nur wenn wir ressourcenschonend arbeiten und auf soziale Weise miteinander umgehen, erhalten wir eine Welt, in der auch noch unsere Enkelkinder gut leben können. Dafür brauchen wir mehr Menschen, die sich mit guten Projekten engagieren, so wie die Kinobetreiber, die sich für den Preis beworben haben“, schließt Feldmayer ab.

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