Jan 25

Die GRÜNEN im Landtag freuen sich sehr, dass Hessen bundesweit unter den Spitzenreitern bei der ökologischen Landwirtschaft ist. „Hessen ist Land des Ökoanbaus – das können wir stolz sagen“, erklärt Martina Feldmayer, Sprecherin für Landwirtschaftspolitik der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. Landwirtschaftsministerin Priska Hinz gab am Donnerstag bekannt, dass das Land zum Jahreswechsel den zweitausendsten Ökobetrieb verzeichnen konnte und mittlerweile mehr als 100.000 Hektar Fläche ökologisch  bewirtschaftet werden. „Der Ökoaktionsplan ist ein Erfolgsmodell in jeder Hinsicht. Er sorgt dafür, dass der Anteil an Bio auf den hessischen Äckern und damit auch auf den Tellern stetig weiterwächst, denn die landwirtschaftlichen Betriebe in Hessen haben durch die guten Förderbedingungen in Hessen Sicherheit, um in Bio zu investieren. Besonders die Zahl der Ackerbaubetriebe, die ökologisch wirtschaften, ist gestiegen. Damit gibt es mehr Ökoprodukte aus Hessen für Hessen, was angesichts der hohen Nachfrage nach regionalen und Ökoerzeugnissen sehr gut ist.“

Seit dem Start des Ökoaktionsplans im Jahr 2014 ist die Zahl der Ökobetriebe von 1.690 auf jetzt 2.084 angestiegen, das sind 12,8 Prozent der hessischen landwirtschaftlichen Betriebe. Die Fläche ist von 78.500 auf 102.500 deutlich gewachsen. „13,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Hessen sind Bio-Flächen“, erläutert Feldmayer. „Im Bundesdurchschnitt liegt der Flächenanteil bei lediglich 7,5 Prozent, im EU-Schnitt bei nur 6,5 Prozent – Hessen steht also hervorragend da und entwickelt sich weiter in die richtige Richtung.“

„Von der zukünftigen Bundesregierung wünschen wir uns, dass auch sie den Ökoanbau besser unterstützt, denn nur mit einer gezielten Agrarpolitik wie in Hessen kommen wir weiter. Unser Ökoaktionsplan kurbelt die regionale Vermarktung an, die Beratungen durch den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) wird kräftig nachgefragt, die drei Ökomodellregionen setzen sehr vielversprechende Projekte um. Die Laufzeit wurde jetzt um zwei weitere Jahre verlängert, und weil das Interesse so groß ist, läuft die Ausschreibung für drei weitere Modellregionen.“

Hintergrund: Das Land Hessen fördert den Ökolandbau im Rahmen des Hessischen Programms für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) aktuell mit rund 23 Millionen Euro pro Jahr. Ein Ökobetrieb erhält für Grünland 190 Euro je Hektar und Jahr, für Ackerland sind es 260 Euro, für Gemüseanbauflächen 420 Euro und für Dauerkulturen wie Obst- und Rebflächen 750 Euro. Zusätzlich bekommen Betriebe je bis zu 600 Euro als Zuschuss für die Kontrollgebühren.

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