Aug 22

Die GRÜNEN thematisieren in der Debatte im Landtag die Klimakrise mit ihren katastrophalen Folgen auch für Hessen. „Dieser Sommer führt auch dem letzten Zweifler klar vor Augen, welche dramatischen Folgen die Überhitzung der Erde bereits jetzt hat und in Zukunft haben wird. Deshalb ist es höchste Zeit, konsequent zu handeln“, erklärt Martina Feldmayer, Sprecherin für Landwirtschaft der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Dafür hat unsere GRÜNE Ministerin Priska Hinz einen ambitionierten Klimaschutzplan vorgelegt, mit dem Hessen bis 2050 klimaneutral ist. Zusätzlich fordern wir GRÜNE den Bund auf, eine CO2-Bremse ins Grundgesetz festzuschreiben. Außerdem müssen wir in der Dürre- und Hitzeperiode die Landwirtschaft unterstützen. Hessen geht hier mit gutem Beispiel voran.“

„Hitze, Dürre und andere Extremwetterereignisse werden immer häufiger – wir sind mittendrin in der von Menschen verursachten Klimakatastrophe“, so Feldmayer weiter. „Landwirtschaftliche Betriebe geraten in Existenznot, deswegen müssen wir ihnen in dieser Situation schnell und unbürokratisch helfen. Hierzu hat Landwirtschaftsministerin Hinz einen 9-Punkte-Plan vorgelegt.“ Mit kurzfristigen Hilfen sollen landwirtschaftliche Betriebe die aktuelle Dürre überstehen können. „Es fehlt vor allem den Viehbetrieben an Futter. Deshalb ist es gut, dass jetzt Flächen, die sonst für den Umweltschutz vorgehalten werden, zum Futteranbau genutzt werden können. Zusätzlich gibt es Steuererleichterungen und eine Zehn-Millionen-Hilfe aus dem Landeshaushalt für geschädigte landwirtschaftliche Betriebe. Das ist eine gute Nachricht für alle landwirtschaftlichen Betrieb – egal ob sie konventionell oder ökologisch arbeiten.“

„Bis 2050 soll Hessen klimaneutral sein. Der Integrierte Klimaschutzplan enthält 140 konkrete Schritte, die alle Bereiche unseres alltäglichen Lebens in den Blick nehmen: von der Verkehrswende über die Energieversorgung bis hin zur klimaschonenden Landwirtschaft und Ernährung. Aber auch auf Bundesebene muss endlich etwas geschehen, denn nur gemeinsam können wir gegen die Folgen der Klimakrise vorgehen. Deutschland und die Welt haben sich in Paris auf Klimaschutzziele verpflichtet. Die große Koalition in Berlin tut aber nahezu nichts, um sie zu erreichen. Es fehlt der politische Wille, das Wissen über die Klimakatastrophe in beherzigtes Handeln umzusetzen. Wir fordern, endlich die Energiewende, die Agrarwende und die Verkehrswende einzuläuten, denn nur so können wir es noch schaffen, dass sich die Erderhitzung zumindest begrenzen lässt. Wenn wir das nicht tun, zerstören wir unseren eigenen Lebensraum und die Zukunft künftiger Generationen. Deshalb wollen wir – ähnlich der Schuldenbremse – eine CO2-Bremse ins Grundgesetz schreiben.“

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