Feb 26

„Hessen ist beim Flächenanteil Ökolandbau bundesweit Spitze. Landwirtschaftsministerin Priska Hinz hat mit dem Ökoaktionsplan die Weichen für einen enormen Zuwachs an Fläche und Betrieben gegeben“, erklärte Martina Feldmayer, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, anlässlich der Fraktionsveranstaltung am vergangenen Freitag zum Thema Landwirtschaft mit dem Titel „Alles Bio oder was in Hessen – wie geht es weiter?“. Es ging nicht nur darum, wie man den ökologischen Landbau in Hessen noch besser fördert, die Verarbeitung und Vermarktung verbessert, sondern auch darum, konventionellen Landwirtinnen und Landwirten bessere Angebote für eine umweltschonende Bewirtschaftung zu machen. „Die zahlreiche Teilnahme zeigt: Das Interesse an diesen Themen ist groß“, so Feldmayer.

Nach Feldmayers Begrüßung berichteten Landwirtschaftsministerin Hinz (GRÜNE) sowie Sabine Marten, Koordinatorin der Ökolandbau- Modellregion Nordhessen, über die Entwicklungen des Ökoaktionsplans und der Ökomodellregionen. „Die Modellregionen haben schon viele gute Impulse für ganz Hessen gebracht. Gut ist, dass es damit weitergeht und drei weitere Regionen dazukommen“, so Feldmayer. Im Anschluss zeigte der Vortrag von Martin Häusling, GRÜNER Sprecher für Agrarpolitik im EU-Parlament, dass Hessen auch von politischen Entscheidungen auf Bundes- und Europa-Ebene abhängt. „Hilfreich wäre endlich ein einheitliches und europaweites Verbot von Neonicotinoiden und Glyphosat, um Biodiversität und menschliche Gesundheit zu schützen. Wir GRÜNE setzen uns dafür im Landtag wie auch auf Bundesebene und im europäischen Parlament ein“, so Feldmayer.

In der Debatte im zweiten Teil des Programms ging es um die Zukunft der Landwirtschaft. Sie wurde moderiert von Eva Goldbach, Sprecherin für ländlichen Raum der GRÜNEN. Auf dem Podium saßen neben Feldmayer und Häusling auch Hans-Jürgen Müller von der Vereinigung Ökologischer Landbau Hessen und Silke Vogel von der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“. Feldmayer konstatierte: „Die Vorträge und die Diskussion haben uns viele neue Impulse gegeben. Wir wollen eine naturverträgliche Landwirtschaft auf allen Flächen, den Ökolandbau weiter verlässlich finanzieren und steigern, konkrete Schritte für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung gehen und eine Politik vertreten, die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Landwirtinnen und Landwirte näher zusammenbringt. Wir haben in der Landwirtschaftspolitik die Richtung geändert. Nun wollen wir die nächsten Schritte gehen, um die Ökologisierung weiter voranzutreiben.“

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