Jan 24

Die GRÜNEN im Landtag sind erstaunt über die mangelnde Sachkenntnis der SPD-Fraktion in Sachen Glyphosat. „Bereits 2015 hat Umweltministerin Priska Hinz den Einsatz von Glyphosat im öffentlichen Bereich per Erlass faktisch unterbunden – das scheint der SPD entgangen zu sein“, erklärt Martina Feldmayer, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Es ist sehr zu begrüßen, dass immer mehr Städte, Kreise und Gemeinden nachziehen und sich zur pestizidfreien Kommune erklären. Denn die Schritte des Landes und der Kommunen helfen, das Totalherbizid zu verbannen, das sich verheerend auf die Artenvielfalt auswirkt. Was nicht hilft, sind die Lippenbekenntnisse der SPD.“

„Was ein Bundesland gegen Glyphosat tun kann, tun Hessen und unsere Umweltministerin also – aber dort, wo die SPD etwas tun könnte, ist leider Fehlanzeige“, erläutert Feldmayer. „Die SPD-Umweltministerin hat keine klare Haltung durchgesetzt, und im Sondierungsergebnis für die Neuauflage der großen Koalition ist nur eine schwammige, unkonkrete Zielformulierung enthalten. Ein Ausstiegsdatum für Glyphosat gibt es nicht. Angesichts des Insektensterbens, das dramatische Folgen auch für die Landwirtschaft, insbesondere die Obstbauern, haben wird, drängt jedoch die Zeit. Wenn die hessische SPD sich hier engagieren und Einfluss auf die Koalitionsgespräche nehmen würde, wäre das sicher zielführender als das Verfassen inhaltlich falscher Pressemitteilungen. Leider können wir der SPD nicht dabei helfen, vom Reden aufs Handeln umzuschalten. Das muss sie schon selber tun.“

Comments are closed.