„Licht aus“ für den Klimaschutz. Frankfurt beteiligt sich
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Die Stadt Frankfurt möge sich im nächsten Jahr an der von der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) initiierten Klimaschutzaktion “Earth Hour“ beteiligen und für eine Stunde das Licht öffentlicher Gebäude und bekannter Frankfurter Sehenswürdigkeiten ausschalten. Zudem soll der Magistrat auf Beteiligungsunternehmen der Stadt einwirken, sich der „Earth Hour“ anzuschließen und Firmen und Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger für die Aktion gewinnen.
Die Earth Hour fand im Jahr 2007 zum ersten Mal in Sydney statt. Ein Jahr später beteilig-ten sich bereits 370 Städte in 35 Ländern, verteilt über 18 Zeitzonen. Im letzten Jahr wur-de die von dem WWF initiierte Kampagne zur größten freiwilligen Aktion weltweit, an der hunderte Millionen Menschen teilnahmen. Neben der Beleuchtung in privaten Haushalten werden auch die Lichter weltweit bekannter Sehenswürdigkeiten wie der Pyramiden von Gizeh, des Pariser Eifelturms und der Christusstatue in Rio de Janeiro abgeschaltet. In Deutschland beteiligen sich bislang Hamburg, Berlin und Bonn.
Wenn ab 20:30 für eine Stunde das Licht am Römer, am Dom, an der Alten Oper, am Mainufer, am Messeturm und an vielen Bankentürmen ausgeht, sendet auch Frankfurt ein starkes Zeichen für Klimaschutz und Energiesparen. Ein solcher Appell ist umso wichtiger, als viele Regierungen nach dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen in den Rück-wärtsgang schalten. Mit der Beteiligung an der Earth Hour geben Städte, Institutionen, Unternehmen sowie Bürger und Bürgerinnen ein klares Votum für mehr Klimaschutz ab. Durch das Mitwirken der Stadt Frankfurt zeigt sie ihr klimapolitisches Engagement und nutzt die lichtfreie Stunde, um das Bewusstsein für Energiesparung zu schärfen. Im Rah-men der Initiative kann die Stadt ihre eigene Klimapolitik darstellen und Partner für weitere Aktionen gewinnen. Die Aktion sollte vom Umweltamt beworben werden.
Die Earth Hour bietet für Frankfurt eine gute Gelegenheit, sich dem weltweiten Bündnis für Klimaschutz anzuschließen und die eigene Bürgerschaft weiter zu motivieren.




